Bilder, Zeichnungen, Collagen, Fotos

Ikonografie der wunden Seelen


Für mich ist kreative Arbeit kein ästhetischer oder Technischer Wettbewerb, ich protokolliere Zustände die sich tief im Inneren, so wie um uns herum abspielen und für die wir im Alltag häufig  keine Sprache haben. Ich benutze die Maskierung dabei oft als Offenbarung des Gesichts dahinter.


In meiner Bildsprache spielen Hybride und Deformationen eine zentrale Rolle. Ich nutze Masken um Psychische und Physische Brüche zu zeigen, wenn sich das Menschliche Wesen unter strukturellem Druck verformt. Es geht mir um das offen legen dieser Dinge, nicht um die Verherrlichung von Brutalität und Gewalt. Außerdem produziere ich keine Fantasien, die man als Horror oder anderes Genre konsumieren soll, ganz im Gegenteil, meine Absicht ist es einen Ausdruck zu schaffen den man nur schlecht verdauen kann, denn die Thematiken sind dafür oft zu ernst. In meinem Werken spiegeln sich dabei persönlich erlebte Trauma und Erfahrung, so wie Gesellschaftliche, Menschliche Abgründe. Häufig benutze ich religiöse-patriarchale Symbolik, pervertierte Körperteile, deren Entfremdung  zur Natur und ihrem eigentlichen Wesen. Ich dokumentierte die Entmenschlichung durch den allgegenwärtigen, von oben nach unten tretenden Macht missbrauch, der zu einer Spirale aus Gewalt und Destruktivität führt.  


Meine Technik spiegelt diesen Machtkampf wieder. Auf der einen Seite benutze ich gerne die Präzision, Comic und illustrative Elemente, auf der anderen Seite stehen rohe, manische Flächen und lassen intuitive Farbausbrüche zu. 
Ich erschaffe Räume für das Versehrte, damit die „wunden Seelen“ nicht länger im Verborgenen bleiben müssen, sondern ihre eigene Ikonographie erhalten.

 


⚠️ Sensibler Inhalt: Triggerwarnung


Diese Werke setzen sich unbeschönigt mit menschlichen Abgründen auseinander. Um eine selbst bestimmte Entscheidung über den Konsum dieser Inhalte zu ermöglichen, weise ich auf explizite Darstellungen hin:
* Physische Gewalt, Missbrauch & sexualisierte Übergriffe
* Anatomie & Sexualität (Darstellung von Geschlechtsorganen)
* Verletzung, Folter, Blut & Tod

 


Ein persönlicher Hinweis:


Die Sichtbarkeit dieser Themen sind künstlerisch und sozial von Bedeutung, kann jedoch tiefgreifende emotionale Reaktionen auslösen. Falls du merkst, dass du diese Bilder oder Schilderungen gerade nicht sehen willst oder kannst – bitte wende dich jetzt ab. Es ist ein Akt der Selbstachtung die eigenen Grenzen zu wahren, wenn die Symbolik menschlichen Leids zu schwer wiegt.
 

Narzissten

 

Ein paar Aufgeschnappte Phrasen, Prophezeiungen und destruktive Mantra dargestellt in Bild und Text. 

Freihand- Digitalzeichnungen 2024/Foto-Serie mit Ramon de Vries 2021.

 

Bocca della Verità: Der Mund der Wahrheit


Die Bocca della Verità ist ein antikes scheibenförmiges Relief aus Rom, es ist etwa 2000 Jahre alt, die Bezeichnung jedoch wurde erstmals 1485 urkundlich erwähnt. Die ursprüngliche Verwendung des Reliefs ist historisch nicht abschließend geklärt. Es existieren zwei primäre Thesen, es könnte vom Ara Maxima Herculis stammen, dem großen Herkules-Altar, auf dessen Fundamenten eine Kirche errichtet wurde. Die gängigste Lehrmeinung identifiziert das Relief aber als antiken Kanal- oder Brunnendeckel der Cloaca Maxima.


Die Zeichnungen basieren auf der zweiten Cloaca Maxima Theorie und setzen sich mit dem antiken Rom auseinander, das aus den Fiebersümpfen des Tiber Deltas empor gewachsen ist und zu einem Grundstein der Europäischen Imperialistischen Geschichte wurde. Buntstift, Bleistift, Graphit 2021.

Maria lactans: Die stillende Gottesmutter/das Ende der säugenden Mutter


Die Maria lactans (lat. „stillende Maria“) zeigt Maria von Nazareth beim Nähren des Jesuskindes. Diese Darstellung war im Mittelalter weit verbreitet. Sie basiert auf antiken, vorchristlichen Vorbildern – insbesondere der ägyptischen Göttin Isis, die ihren Sohn Horus stillt. Ein klassisches Beispiel für die Kirchliche Umdeutung Vorchristlicher Bildmotive. 

 

Diese Serie basiert auf Jean Fouquets Diptychon von Melun (um 1456). Der rechte Flügel zeigt die thronende Madonna inmitten roter und blauer Seraphim und Cherubim Engel. Zwar zitiert Fouquet durch die entblößte linke Brust das Motiv der Maria lactans, doch Maria säugt das Kind nicht, dieses zeigt mit dem Finger in Richtung des linken Flügels, auf dem sich der Sifter des Bildes  Etienne Chevalier mit dem heiligen Stephanus befindet. Diese kühle strenge spätgotische Ästhetik, wirkt wie eine katholisch-sadistische Perversion der Maria von Nazareth, die jede ursprüngliche Bedeutung weiblicher Gottheiten verdrängt, in ein Korsett zwingt, Sexualisiert und zur Dienstleisterin Patriarchaler Machtstrukturen degradiert. Dazu mischen sich in meine Zeichnungen, Vorlagen aus einem Werbe Katalog für unterschiedliche Kleidungen, Mode die uns in festgelegte Geschlechter und Konsum Strukturen hält. Mischtechnik, 2021.

Sitte und Glaube


Die Zeichnungen Stammen aus einem Skizzen Buch, in dem ich oft in den Mittagspausen meines Zivildienstes kritzelte. Hier mischen sie die Eindrücke meiner damaligen Arbeit, mit den Kolonialen und Religiösen Erben der Region. Kugelschreiber, Fineliner, 2009.

Der Prophet 


Zeichnungen über einen literarisch-spiritueller Text des libanesisch-amerikanischen Dichters Khalil Gibran. Diese Bilder sind kein Illustratives Werk der Texte, sondern eine freie Improvisation über ihre Themen. 

Mischtechnik 2021 .

Märchen


Eine Reihe naiver Zeichnungen über Grimmsche Märchen und deutschsprachiger Folklore.

Buntstift, Kugelschreiber, 2013.

Gemischte Zeichnungen

Werke von mir aus der Gruppe Nebelhorn sind hier zu finden: www.nebelhorn.org/angelo-herrmann

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